Ambulante Operationen bei Kindern

Ade­no­tomie, Para­cen­tese, Ein­lage ein­er Mittelohrdrainage

Kinder-HNO

Ade­no­tomie (Ent­fer­nung der Rachen­man­del, >kindliche Polypen<),  Para­cen­tese (Trom­melfellschnitt); Ein­lage ein­er Mit­telohrdrainage (Pauken­röhrchen)

Im Volksmund wer­den Rachen­man­deln als „Polypen“ beze­ich­net. Im Kinde­salter ist diese Rachen­man­del (ade­noide Veg­e­ta­tio­nen, Ade­noide) sehr oft ver­größert (Hyper­plasie der Rachen­man­del), sodass es zur teil­weisen oder voll­ständi­gen Ver­legung des Nasen­rachen­raumes kom­men kann.

Par­al­lel dazu ist häu­fig die Funk­tion der Belüf­tungsröhre des Mit­telohres (Eustachis­che Röhre) stark beein­trächtigt, sodass es zu einem Sekret­stau im Mit­telohr (Pauken­er­guss) mit Beein­träch­ti­gung des Hörver­mö­gens kommt, da das Trom­melfell nicht mehr schwin­gen kann.

 

Wozu dient die Operation?

Als Folge ein­er starken Ver­größerung der Rachen­man­del kön­nen fol­gende Beschw­er­den resultieren:

Ver­stop­fung der Nase
Schnar­chen, Schlaf­störun­gen mit nach­fol­gen­den Konzen­tra­tionsstörun­gen
Belüf­tungsstörun­gen der Mit­telohren (Tubenkatharrh, Pauken­er­guss, Schw­er­hörigkeit)
Infek­t­nei­gung (Nasen­neben­höhlen- und Mit­telohrentzün­dun­gen, Bron­chi­ti­den)
Näseln, gehäuftes Nasenbluten

Die Wieder­her­stel­lung ein­er unbe­hin­derten Nase­n­at­mung kann diese Beschw­er­den meist zuver­läs­sig beseitigen.

Diese Oper­a­tion stellt die häu­fig­ste Oper­a­tion im Kinde­salter dar. Sie wird seit mehr als 20 Jahren in unser­er Prax­is ambu­lant in ein­er kurzen Voll­narkose durchgeführt.

 

Was ist das Prinzip der Operation?

Die Oper­a­tion wird in unser­er Tagesklinik in ein­er kurzen Voll­narkose durchge­führt. Bei der Narkoseein­leitung darf ein Eltern­teil im OP-Raum anwe­send sein.

Bei der  Oper­a­tion wird die ver­größerte Rachen­man­del durch den Mund unter Sicht mit dem so genan­nten Beck­mann-Ringmessers  ent­fer­nt. Anschließend erfol­gt die Blut­stil­lung durch Tupfer, die in den Nasen-Rachen­raum ein­gelegt werden.

Liegt gle­ichzeit­ig ein Pauken­er­guss vor, wird ein Trom­melfellschnitt im Span­nungsver­lauf der Trom­melfell­fasern angelegt und das Mit­telohrsekret abge­saugt. Dieser Schnitt ver­heilt regelmäßig ohne Nar­ben­bil­dung inner­halb von zwei Tagen.

Sollte der Mit­telohrerguss von zäher statt flüs­siger Kon­sis­tenz sein, ist dies ein Zeichen für eine bere­its länger andauernde Störung der Mit­telohrbelüf­tung. In diesen Fällen wird die Ein­lage ein­er Pauk­endrainage für vier bis zwölf Wochen emp­fohlen. Das Pauken­röhrchen wird vom Kör­p­er nach dieser Zeit automa­tisch in den Gehör­gang abgestoßen. Das Trom­melfell ver­heilt in den aller­meis­ten Fällen selbstständig.

 

Wie lange dauert die Operation?

In der Regel ca. 5 Minuten. Nach ein­er kurzen post­op­er­a­tiv­en Überwachungszeit im Oper­a­tionsraum durch die Narkoseärzte wird das Kind zur weit­eren Überwachung im Aufwachraum in die Obhut der Eltern übergeben. Nach ca. ein­er Stunde ist das Kind soweit wieder­hergestellt, dass es die Tagesklinik ver­lassen kann. Zuvor erfol­gt eine Ent­las­sung­sun­ter­suchung durch den HNO-Arzt und den Narkosearzt.

 

Welche Risiken hat der Eingriff?

Neben den all­ge­meinen Oper­a­tions- und Narkoserisiken beste­hen fol­gende sel­tene Risiken und Komplikationsmöglichkeiten:

Nach­blu­tung; es muss dann nach­tam­poniert oder nachoperiert wer­den.
Aspi­ra­tion (Einat­men von Blut und anderen Sub­stanzen) eventuell mit nach­fol­gen­der Lun­genentzün­dung
Lokale Ver­größerung des Lym­phgewebes
Nasale Sprache
Schwäche des Gau­mensegels mit Überschlucken

Bei Para­cen­tese bzw. Paukendrainge:

Hör­min­derung
bleiben­des Loch im Trom­melfell, ein oper­a­tiv­er Ver­schluß ist dann erforder­lich (sehr sel­ten)
Welche Nach­be­hand­lung ist erforderlich?

Die  Erfahrun­gen aus mehreren Tausend erfol­gre­ich ambu­lant in unser­er Prax­is durchge­führten Ade­no­tomien haben gezeigt, dass die Ade­no­tomie eine beson­ders risikoarme Oper­a­tion ist und von den Kindern  weitest-gehend prob­lem­los verkraftet wird. Eine spezielle Nach­be­hand­lung ist nicht erforder­lich. Nach der Ent­las­sung aus der Tagesklinik sollte sich das Kind zu Hause ausruhen.

Es sollte anfangs auch eher küh­le und weiche Nahrung zuge­führt wer­den. Zu ver­mei­den sind kör­per­liche Anstren­gun­gen und Über­hitzun­gen des Kör­pers durch z. B. heiße Bäder etc. Hier­durch wer­den Nach­blu­tun­gen gefördert.

Am Abend der Oper­a­tion wird tele­fonisch noch ein­mal Kon­takt aufgenom­men. Darüber hin­aus ist die ständi­ge Erre­ich­barkeit des Oper­a­teurs gewährleis­tet. Eine Kon­trol­lun­ter­suchung in der HNO Prax­is find­et am Tag nach der Oper­a­tion statt.

Dieses Merk­blatt soll Ihnen einige Basis­in­for­ma­tio­nen ver­mit­teln. Es kann ein Gespräch zu Ihrem  indi­vidu­ellen Fall nicht erset­zen. Sprechen Sie uns also auf Ihre Fra­gen an!

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